Implementierung von Gesundheitsförderung in Schulen


Förderliche und hinderliche Faktoren im Prozess der Implementierung von Gesundheitsförderung in Schulen

Background


Implementierung ist als von strategischer Entscheidung und Planung abgrenzbares Problem noch wenig verstanden und untersucht. Es gibt daher bislang auch wenig Wissen darüber, welche Faktoren für die Implementierung von Gesundheitsförderung in Schulen – in Österreich und anderswo – förderlich oder hinderlich sind und wie Implementierungsprozesse konkret ablaufen.

Theoretical Approach


Abgesehen von einer österreichweiten Fragebogenerhebung zur Beantwortung von Frage 1 benutzt die Studie das systemtheoretische Organisations- und Interventionskonzept des Vienna Organizational Health Impact and Intervention Models (Dür et al. 2010).

Objectives


  • Was sind aktuelle Rahmenbedingungen für schulische Gesundheitsförderung (GF) in Österreich?
  • Aus welchen Beweggründen entscheiden sich österreichische Schulen zu schulischer Gesundheitsförderung? Wie und unter welchen Prämissen erfolgt die Entscheidungsfindung dafür?
  • Welche impliziten oder expliziten Maßnahmen der schulischen Gesundheitsförderung sind das? Welche thematischen Felder werden abgedeckt und wer sind die Zielgruppen (SchülerInnen, Lehrer/innen, etc.)? Durch wen und wie erfolgt die Entscheidung zu Gunsten/gegen eine/r spezifische/n GF-Intervention?
  • Welche Merkmale einer GF-Intervention und welche Rahmenbedingungen an den Schulen erleichtern bzw. erschweren den Implementierungsprozess?
  • Welche Wirkungen haben die eingesetzten GF-Interventionen unter den Bedingungen der einzelnen Schule? Haben die GF-Interventionen auch Wirkung, wenn sie an die Bedingung der einzelnen Schule angepasst und damit verändert werden? Werden die angestrebten Ziele erreicht?
  • Welche Ressourcen werden für die Umsetzung der GF-Interventionen benötigt?

Methodologies


  • Online-Befragung von Schulleiter/innen (n=305)
  • Studie zur Implementierung von Gesundheitsförderung in der Schule (SIGS): Fallstudie an drei Schulen, Methodenmix von qualitativen Erhebungen und quantitativen Befragungen

Kooperationspartner


Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, Hauptverband der Sozialversicherungsträger.

Ethical Issues


Im Einklang mit dem Österr. Datenschutzgesetz, die Eltern der teilnehmenden Schüler/innen werden über die Studie informiert und müssen ihr Einverständnis geben.

Status / Timeline


2010 - 2012

Results


Verschiedene Rahmenbedingungen an Schulen (z.B. Infrastruktur, Kooperations- und Kommunikationsstrukturen, Ressourcen) können hinderlich und förderlich für die Implementierung von Gesundheitsförderung sein (Details siehe Publikationen).

Produkte / Publikationen


Dür, W. (2013):

Applying system theory of organizational change to health promotion interventions in schools and their problems, in: Samdal, O. and Rowling, L. (Eds.): The Implementation of Health Promoting Schools. Exploring the theories of what, why and how, Routledge Publishers, New York


Dür, W. (2011):

The role of implementation theory between impact research and process evaluation with regard to health promoting schools, Poster presented at the Global Implementation Conference, Washington DC, Aug 15th-17th


Gugglberger, L., Adamowitsch, M., Dür, W. (2011):

Reconstructing the process of health promotion implementation in schools: a pilot study in Austria. Poster presented at the Global Implementation Conference, Washington DC, Aug 15th-17th.


Unterweger, K., Griebler, R., Ramelow, D., Hofmann, F., Griebler, U., Dür, W., Felder-Puig, R. (2011):

Rahmenbedingungen für schulische Gesundheitsförderung an Österreichs Schulen. Ergebnisse der Schulleiter/innenbefragung 2010. LBIHPR Forschungsbericht.

Projektteam


Michaela Adamowitsch, Wolfgang Dür (Projektleitung), Rosemarie Felder-Puig, Lisa Gugglberger (Ko-Projektleitung), Waldemar Kremser, Daniela Ramelow, Friedrich Teutsch, Katrin Unterweger