PRICES


“Project on a retrospective internationally comparative evaluation study of HPH – PRICES-HPH” – Retrospektive, international vergleichende Evaluationsstudie von HPH

Background


Das Internationale Netzwerk Gesundheitsfördernder Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen (HPH) wurde 1990 von der WHO als eines ihrer Setting-orientierten Netzwerke gegründet. Seither hat es sich zu einem globalen Netzwerk mit einer unabhängigen internationalen Dachstruktur (die über ein Memorandum of Understanding an die WHO-EURO angebunden ist) mit nationalen und regionalen Sub-Netzwerken mit mehr als 800 Mitgliedseinrichtungen in allen Kontinenten entwickelt. Damit stellt HPH ein interessantes Forschungsfeld für die Untersuchung des Aufgreifens und der Umsetzung von Gesundheitsförderung in Krankenhausorganisationen in unterschiedlichen Ländern und Gesundheitssystemen dar. Unabhängig davon wurde HPH wiederholt für das Fehlen von Forschungsergebnissen zu diesen Fragestellungen kritisiert. Vor diesem Hintergrund zielte PRICES-HPH darauf ab, die Entwicklung der national / regionalen HPH-Netzwerke und ihrer Mitgliedseinrichtungen zu evaluieren.

Theoretical Approach


Als Grundlage für die Studie wurde ein Evaluationskonzept entwickelt, das Konzepte aus der Gesundheitsförderung, der soziologischen Systemtheorie, des Qualitätsmanagements, der Kapazitätsentwicklung sowie zu Netzwerken im Setting-Ansatz der Gesundheitsförderung integriert. Das Konzept definiert strategische Interventionspfade zum Aufbau von Gesundheitsförderungs-Kapazitäten und zur Implementierung von Gesundheitsförderungs-Interventionen in Krankenhäusern durch Netzwerk-Interventionen.

Objectives


  • Welche Strukturen und Strategien haben HPH-Netzwerke entwickelt, und in wie fern können diese als Kapazitäten für die Implementierung von Gesundheitsförderung in ihren Mitgliedsspitälern verstanden werden?
  • Welche Gesundheitsförderungs-Strukturen wurden in HPH-Mitgliedsspitälern entwickelt, und in wie fern können diese als Kapazitäten für die Implementierung von Gesundheitsförderungs-Interventionen verstanden werden?
  • Welche Gesundheitsförderungs-Interventionen wurden in HPH-Mitgliedsspitälern implementiert?
  • In wie weit wirken sich Rahmenbedingungen in nationalen / regionalen Umwelten (z.B. gesetzliche Vorgaben) auf das Aufgreifen von Gesundheitsförderung in HPH-Netzwerken und ihren Mitgliedseinrichtungen aus?

Methodologies


Literaturstudien; Entwicklung und Testung von Instrumenten; Datenerhebung in Netzwerken und Krankenhäusern mittels Fragebögen (ausgefüllt durch KoordinatorInnen); bivariate und multivariate statistische Analysen.

Kooperationspartner


Internationales HPH-Netzwerk (und seine nationalen / regionalen Sub-Netzwerke und deren Mitgliedsspitäler), internationales Advisory Board der Studie.

Ethical Issues


Den Befragten wurde Anonymität garantiert.

Status / Timeline


2008 - 2012

Results


  • Die Implementierung von Gesundheitsförderungsinterventionen in Mitgliedseinrichtungen profitiert erheblich von organisationalen Kapazitäten bzw. unterstützende organisationale Strukturen (wie z.B. Anbindung ans Qualitätsmanagement, Budgetwidmung, umfassender Implementierungsansatz.
  • Die Implementierung von Gesundheitsförderungsstrukturen in Krankenhäusern kann erheblich gesteigert werden, wenn Netzwerke ihre Mitgliedseinrichtungen durch einen Strategie-Mix aus Schulungs- und Trainings-Angeboten, Unterstützung in der Organisationsentwicklung und Öffentlichkeitsarbeit unterstützen.
  • Die Netzwerk-Strategien wirken stärker, wenn die Rahmenbedingungen in relevanten Umwelten unterstützend sind. Dies gilt insbesondere für gesetzliche Regelungen.

Produkte / Publikationen


Röthlin; F. (2013):

Managerial strategies to re-orient hospitals towards health promotion. Lessons from organization theory. Journal of Health Organization and Management, Vol. 27 Iss: 6, pp.747 - 761

Abstract | Full Text


Dietscher,C. (2012):

Interorganizational networks in the setting approach of health promotion - The case of the International Network of Health Promoting Hospitals and Health Services (HPH) (Dissertation). Wien: Universität Wien.


Pelikan, J.M., Schmied, H., Dietscher, C. (2012, in print):

Improving Organizational Health: The Case of Health Promoting Hospitals. In: Bauer G.F., Hämmig O.: Bridging Occupational, Organizational and Public Health. New York: Springer.


Dietscher, C., Schmied, H., Röthlin, F., Pelikan, J.M. (2011):

“Project on a Retrospective, Internationally Comparative Evaluation Study of HPH” (PRICES – HPH): Characteristics of national / regional networks of the International Network of Health Promoting Hospitals (HPH). The PRICES – HPH Network Survey. Report 1. LBIHPR Working Paper Series. Vienna: Ludwig Boltzmann Institute Health Promotion Research.


Pelikan, J.M., Dietscher, C., Röthlin, F., Schmied, H. (2011):

Hospitals as organizational settings for health and health promotion. LBIHPR Working Paper Series #5. Vienna: LBIHPR.


Pelikan, J.M., Dietscher, C., Schmied, H., Röthlin, F. (2011):

A model and selected results from an evaluation study on the International HPH Network (PRICES-HPH). In: Clinical Health Promotion 1 (1), 9-15.

Abstract | Full Text


Projektteam


Leitung: Jürgen M. Pelikan

Wissenschaftliche Mitarbeit: Christina Dietscher, Florian Röthlin, Hermann Schmied